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Der San-Francisco-Morgenreport

Für Donnerstag, den 9. Dezember 1999

Schlusskurs

CMGI $198,06 +6,2%

AltaVista: paneuropäisches Portal bis Ende 2000. Rod Schrock, Chef der Suchmaschine, sagte, dass sein Unternehmen bis zum Ende des kommenden Jahres über eine ausreichende Zahl lokaler AltaVista-Ausgaben verfügen werde, die man dann zu einem paneuropäischen Netzwerk zusammenschließen könnte. 

AltaVista ist zur Zeit dabei, ihr reines Suchmaschinen-Angebot um weitere Dienste zu erweitern und ihr Geschäft global auszuweiten. In Europa will die Firma im kommenden Jahr einen kostenlosen Internet-Zugang anbieten. Das Unternehmen plant nach einem Bericht der Financial Times, im nächsten März an die Börse zu gehen. Dei Internet-Holding CMGI hält einen Mehrheitsanteil an AltaVista.

Schlusskurse

3Com $44,88 +4,8%
Ericsson 555,00 SEK +12,1%
Microsoft $90,75 -1,3%
Nokia $172,38 -2,3%
Psion £26,38 -12,2%

Ericsson und Microsoft gründen Web-Handy-Gemeinschaftsfirma. Der schwedische Mobiltelefon-Hersteller und der Software-Konzern kündigten ein Joint-Venture an, das Handys und Handrechnern entwickeln und vertreiben soll, mit denen Nutzer das Web surfen und ihre E-Mail abrufen können. Ericsson wird einen Mehrheitsanteil an der neuen Firma halten.

Die Produkte werden Microsofts Mobile Explorer (eine gleichzeitig vorgestellte, abgespeckte Ausgabe des Internet Explorers) als Web-Browser verwenden, nicht jedoch Windows CE, das Betriebssystem des Unternehmens für Handrechner. Die Produkte sollen in der Lage sein, Web-Seiten sowohl im WAP-Standard (Wireless Access Protocol) zu empfangen als auch im HTML-Format. 

Beobachter werten den  Schritt als Antwort auf die Zusammenarbeit der 3Com-Tochter Palm Computing, dem Hersteller des weltweit führenden Handrechner-Systems Palm Pilot, sowie Symbian, einem Bund von Handrechner-Hersteller Psion und der Mobiltelefonfirmen NokiaMotorola, Matsushita, Phillips sowie - Ericsson. Siehe Palm Computing und Symbian fordern Microsoft heraus, SF Morgenreport 14.10.99. Ericsson erklärte allerdings, die Partnerschaft mit Microsoft beeinträchtige nicht das Engagement des Unternehmens in Symbian.

AT&Ts neuer Instant-Messaging-Dienst verbindet auch mit AOL-Nutzern. Der Telekommunikations-Gigant gab bekannt, dass das Instant-Messaging-Produkt seiner Tochtergesellschaft WorldNet dessen Anwendern auch ermöglichen werde, mit Nutzern des AOL Instant Messenger (AIM) Nachrichten auszutauschen. WorldNets Blitznachrichten-Service werde auch mit dem Microsofts MSN Instant Messenger kommunizieren können. WorldNet ist AT&Ts Internetzugangs-Dienst. 

Schlusskurse

AOL $80,63 -0,3%
AT&T $57,75 +1,7%
CMGI $198,06 +6,2%
Microsoft $90,75 -1,3%

WorldNets Blitznachrichten-Dienst beruht auf dem System PowWow, das Tribal Voice entwickelt hat. Das Unternehmen erklärte, man habe eine von AOL veröffentlichte Spezifikation verwendet, um die Kommunikation zwischen Nutzern von WorldNet und jenen von AIM zu ermöglichen. Die Internet-Holding CMGI hält einen Mehrheitsanteil an Tribal Voice. 

AOL gab zunächst keinen Kommentar ab. 

WorldNets Ankündigung kommt kurz, nachdem Microsoft versucht hatte, Anwender ihres MSN Instant Messengers mit AIM-Anwendern zu verbinden, gegen den Willen AOLs. Microsoft musste schließlich aufgeben. Siehe AOL gewinnt Schlacht im Instant-Messaging-Krieg gegen Microsoft, SF Morgenreport, 19.11.99. 

 

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