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Der San-Francisco-Morgenreport

Für Dienstag , den 02. November 1999

RealNetworks hat Nutzer ausgespäht. Das Unternehmen kann durch Identifikationsnummern der RealJukebox-Software nachvollziehen, welcher Nutzer sich welche Musik anhört. Die Vorwürfe erhob ein Computer-Sicherheitsberater in Massachusetts.

Schlusskurs

RealNetworks $107,81 -1,7%

Die Firma bestätigte die Praxis und erweiterte ihre Datenschutz- Bedingungen entsprechend. Dave Richards, der Vizepräsident für Konsumerprodukte des Unternehmens, sagte, dass man die Nummern lediglich verwende, um RealJukebox auf den Nutzer anzupassen, sie aber nicht speichere und auch nicht an Dritte weitergebe. 

RealNetworks Website ist Truste-geprüft. Truste prüft, ob die Datenschutzbestimmungen einer Website einem freiwilligen Standard entsprechen und vergibt ein entsprechendes Gütesiegel.Kritiker werden aufmerksam verfolgen, wie Truste die Beschwerde des Sicherheitsberaters behandelt. Sie hatten schon immer gesagt, dass freiwillige Selbstkontrollen strengere Gesetze zum Verbraucherschutz nicht ersetzen kann.

Rund 13,5 Millionen Anwender nutzen RealJukebox, eine Software zum Abspielen von Musik über das Internet. 

RealNetworks changes privacy policy under scrutiny (cnet)

Real Networks' Monitoring Comes Under Fire (Internetnews)

RealNetworks is watching you (USA Today)

Real Snooping by RealNetworks (Wired)

Schlusskurs

E-Trade $25,75 +8,1%

E-Trade investiert in Euro-Börse Easdaq. E-Trade erwartet sich durch Easdaq einen besseren Zugang zu den europäischen Märkten. Die European Association of Securities Dealers Automated Quotation ist die einzige europäische Börse und operiert in 14 Ländern. Sie wurde als Gegenstück zur Hightech-Börse Nasdaq entwickelt. 

E*TRADE Invests in Pan-European Exchange (Internetnews)

EASDAQ Raises Additional EUR 3.2 Million and Announces Major New Shareholders (PR Newswire)

E*TRADE Announces Strategic Investment in EASDAQ (PR Newswire) 

Online-Broker E-Trade kommt nach Deutschland (San Francisco Morgenreport)

EU nicht bereit für permanenten Steuererlaß für E-Commerce. Das sagten Abgesandte europäischer Länder übereinstimmend bei einem Treffen des Transatlantic Business Dialogue (TABD) in Berlin. der TABD ist eine Lobbyvereinigung, welche die E-Commerce- Gesetzgebung beeinflussen soll.

Die Vereinigten Staaten fordern seit 1998 über die Welthandelsorganisation (WTO), keine Steuern von E-Commerce- Unternehmen zu erheben. Die WTO-Mitgliedstaaten hatten wenigstens einem vorläufigen Moratorium zugestimmt. Die EU finanziert sich aus Mehrwertsteuer-Einnahmen und zögert daher, Steuern im E-Commerce pauschal aufzuheben. 

A Taxing Dilemma for the EU  (Wired)

USA zuversichtlich: WTO wird E-Commerce-Steuern vorläufig
bannen 
(San Francisco Morgenreport) 

 

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