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Der San-Francisco-Morgenreport

Für Freitag , den 05. November 1999

E-Bay startet Business-to-Business-Auktionen in Deutschland. Deutschland soll der Testmarkt für das neue Angebot sein, so das Online-Auktionshaus. Das neue Produkt eBayPro erlaube es Firmen, Produkte in über 2000 Kategorien an andere Firmen zu versteigern, so Oliver Samwer, Mitgründer des von E-Bay im Juli gekauften Online-Auktionators Alando (heute E-Bay Deutschland). In einem Testbereich auf der normalen E-Bay-Site hätten Firmen seit September bereits mehr als 10.000 Produkte an andere Firmen versteigert.

Schlusskurs

E-Bay $130,00 +2,3%
Ricardo €28,75 +8,5%

E-Bay sehe erhebliche Wachstumsmöglichkeiten im  Business-to-Business-Markt (B2B), so Samwer weiter. Marktforscher schätzen, dass der B2B-Bereich schon heute dreimal so viel Umsatz erzeugt wie der Konsumermarkt (Business-to-Consumer, B2C). Der allgemeine E-Commerce-Umsatz wird stark steigen, und der B2B-Anteil daran wird noch zunehmen. (Siehe Vergessen Sie Amazon und E-Bay: Business-to-Business bringt das Geld, San Francisco Newsletter, Ausgabe Oktober). 

Für besonders lohnend hält E-Bay die Versteigerung von überschüssigen Materialien und gebrauchter Ausrüstung. E-Bay rechne sich hohe Umsätze aus, da E-Bay einen festen Prozentsatz von erfolgreichen Versteigerungen einnimmt und der Preis von B2B-Produkten im allgemeinen wesentlich höher ist als der von Produkten, die Privatpersonen handeln. Samwer sagte, man rechne mit einem Umsatzanteil von 25% im Jahr 2000 und mit 50% in zwei bis drei Jahren. E-Bay plane nicht, wie das deutsche Online-Auktionshaus Ricardo, Firmen Sonderposten an Konsumer versteigern zu lassen. 

Beobachter sind besorgt, dass die Ausweitung in den B2B-Bereich die E-Bay-Marke verwässern könnte und dass das Unternehmen den Fokus verlieren könnte. 

eBay opens business trading in Germany (Reuters @ cnet)

Nasdaq will Tochterbörse in Europa eröffnen. Dies sagte Alfred Berkeley, der Präsident des größten elektronischen Wertpapier-Handelssystems der Welt. Nasdaq Europa werde in London angesiedelt sein. Es solle eine alternative Börse für europäische Aktien sein und es obendrein erlauben, schnell und billig Papiere zu handeln, die an der US-amerikanischen Nasdaq-Börse notiert seien. 

Im Juli hatte die National Association of Securities Dealers (NASD), der die Nasdaq gehört, angekündigt, man werde gemeinsam mit der Internetholding Softbank einen Nasdaq-Ableger in Japan gründen, der 2001 den Betrieb aufnehmen soll.

Another Nasdaq on the Way (Reuters @ Wired)

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