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Der San-Francisco-MorgenreportFür Samstag - Montag , den 6. - 8. November 1999 Richter: Microsoft ist Monopolist, hat Verbraucher geschädigt. Richter Thomas Penfield Jackson hat in einer "Tatsachenfeststellung" im Microsoft-Prozess entschieden, dass Microsoft bei Personal-Computer-Betriebssystemen eine Monopolstellung inne habe. Darüber hinaus habe das Unternehmen die Verbraucher "auf leicht feststellbare Weise" geschädigt. Microsoft habe bewusst Schritte unternommen, um ihr Monopol zu sichern. Damit hat Jackson weitgehend im Sinne der Kläger beschlossen. Microsofts Aktienkurs fiel im nachbörslichen Handel auf Island ECN um rund 4,9% auf 87,06 Dollar (Stand: 1.55 Uhr deutscher Zeit).
Bill Gates sagte auf einer Pressekonferenz, man werde weiterhin sein bestes tun, um den Fall zu lösen. Sein Unternehmen habe im Rahmen der Gesetze gehandelt. Microsoft erklärte weiter, dass diese Entscheidung nur ein Schritt in einem langen juristischen Prozess sei. Man sei zuversichtlich, dass man sich mit der eigenen Ansicht am Ende durchsetzen werde und zeigen könne, das man im besten Interesse der Verbraucher gehandelt habe. Eine Berufung gegen das Urteil beim US-Bundesgerichtshof ist möglich. Das US-Justizministerium und die anderen Kläger begrüßten Entscheidung. Staatsanwalt Joel Klein erklärte, dies sei ein Beweis dafür, "dass in den Vereinigten Staaten keine Firma und keine Person über dem Gesetz stehen". Jacksons Tatsachenfeststellung ist kein Urteil, sondern nur ein Schritt auf dem Weg dorthin. Jackson hat zunächst lediglich die Fakten festgestellt, so wie er sie aus der Beweislage im Prozess für erwiesen hielt. Nun werden sowohl Microsoft als auch die Kläger, das US-Justizministerium und 19 US-Bundesstaaten, Gelegenheit haben, dazu Stellung zu nehmen. Erst anschließend wird Richter Jackson das eigentliche Urteil verkünden. Jackson könnte das Unternehmen aufteilen oder Regeln unterwerfen. In dem Verfahren geht es um die Frage, ob Microsoft ein Monopol über Computerbetriebssysteme hat und ob das Unternehmen diese Position unrechtmäßig ausgenutzt hat, um in anderen Märkten eine Vormachtstellung zu erlangen (beispielsweise bei Web-Browsern). Microsoft court ruling expected (AP @ USA Today) Weitere Informationen von Bloomberg Television. "Findings of fact" ruling expected as early as today (cnet) Key ruling in U.S.-Microsoft case expected today (Reuters @ San Jose Mercury News) Alert: Microsoft Actions Harmed Consumers in Easily Discernible Ways-ruling (Reuters @ Yahoo!) U.S. Judge Finds Microsoft Monopoly Power-Sources (Reuters @ Yahoo!) Microsoft sets news conference to respond to ruling (Reuters @ Yahoo!) MS, DOJ brace for Friday decision (ZDNet @ Yahoo!) Domainnamen-Regulierer ICANN sichert Fortbestand. Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), Networks Solutions Inc. (NSI) und das US-Wirtschaftsministerium haben am Donnerstag einen 4-Jahres-Vertrag mit folgenden Punkten unterzeichnet:
Network Solutions ist die Firma, welche seit 1992 als Monopol unter einem Vertrag mit der US-Regierung Domainnamen vergeben hat, die mit .com, .net und .org enden. ICANN ist einen Non-Profit-Organisation, die als unparteiischer Regulierer das Monopol beenden und den Wettbewerb in diesem Feld sicherstellen soll. Die US-Regierung hat sie in dieser Rolle erst vor einem Jahr anerkannt. Net domain group gets boost (AP @ USA Today) Players Finally Strike Domain Deal (Internetnews) Oversight Group Agrees To Internet Names Pact (Reuters @ Yahoo!) Domain Database Plan Affirmed (Wired) ICANN,
NSI click on register agreement (ZDNet @ Yahoo!) Archiv: |
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