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US-Internet (ISDEX) 988,9 -6,4%
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(Nemax)
7233,3 -1,1%
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(Dow Jones)
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Der San-Francisco-Morgenreport

Für Donnerstag , den 18. November 1999

Oracle nimmt zweiten Anlauf für Net Computer. Larry Ellison, Chef des Datenbank-Herstellers,  kündigte auf der Oracle-OpenWorld-Messe in Los Angeles an, das Unternehmen werde eine neue Ausgabe des Net Computers (NC) im ersten Quartal des kommenden Jahres herausbringen. Der Preis des neuen NCs werde bei 199 Dollar liegen, und der Rechner werde mit einem CD-Laufwerk, einem 56K-Modem sowie einer Tastatur kommen. Einen Bildschirm müsse man gesondert bezahlen.

Schlusskurse

Microsoft $85,00 -2,7%
Oracle $71,00 +10.1%

Ellison erklärte, man werde erneut ein Unternehmen namens Network Computing gründen, dass das Produkt entwickeln und herstellen werde. Ein Management-Team werde man bald vorstellen. Der ersten Firma gleichen Namens war es 1996-97 nicht gelungen, den NC durchzusetzen.

Ellison erklärte, man werde erneut ein Unternehmen namens Network Computing gründen, dass das Produkt entwickeln und herstellen werde. Ein Management-Team werde man bald vorstellen. Der ersten Firma gleichen Namens war es 1996-97 nicht gelungen, den NC durchzusetzen.

Der NC sollte seine Software und Daten auf dem Internet speichern und nicht auf dem Rechner selbst. Doch Oracles erster Versuch, den NC als einfacheren, billigeren und leichter zu steuerenden Computer zu verkaufen, war daran gescheitert, dass die PC-Preise zu schnell gefallen waren. Verbraucher und Unternehmen kauften lieber einen voll ausgestatteten PC, der kaum teurer war als der erste NC. Auch waren sie skeptisch, ob die Internet-Geschwindigkeit hoch genug sein würde, um Software fernnutzen zu können und Dokumente bearbeiten zu können.

Doch nun erwarten Beobachter, dass sogenannte Internet Appliances, simple und billige Zugangsgeräte zum Internet wie Handys, Notepads, Fernseher und Spielkonsolen, den PC als Hauptzugangsmittel  zum Internet ablösen werden (siehe Drahtloses Internet und der Tod des PC, San Francisco Newsletter, August 1999). Offenbar sieht Oracle die Chance, auf dieser Welle mitzureiten und den NC doch noch zum Erfolg zu machen.

Dies spiegelt den Sinneswandel in der Industrie: Sogar Microsoft, dessen Chef Bill Gates den NC einst als "den dümmsten Einfall, von dem ich je gehört habe" bezeichnet hatte, stellte auf der Comdex den Protoypen eines Internet-Zugangsgeräts namens "Web Companion" vor (siehe Comdex: Microsoft stellt Internet Appliance vor, San Francisco Morgenreport, 16.11.99). 

Oracle CEO sees simpler PCs ahead (CBS)

Ellison resurrects network computer (cnet)

AOL, Yahoo!, MSN im Oktober erneut Top-US-Websites, Verkehr wächst wieder, so Nielsen//Netratings Liste der Top-10 Websites für den Monat Oktober. Hier die Sites mit der größten Reichweite bei den US-Internet-Nutzern:

Platz Verbund Reichweite +/- Prozent- punkte Zeit pro Nutzer 
auf Website
1.  AOL 59,6% +2,5 23 Minuten
2.  Yahoo! 54,3% +2,2 57 Minuten
3.  MSN 36,6% +1,7 41 Minuten
4.  Lycos 35,1% +3,0 35 Minuten
5. GO-Network/
Infoseek
25,1% +0,9 24 Minuten
6. Microsoft 17,9% - 13 Minuten
7. Excite/AtHome 17,7% - 29 Minuten
8. Time Warner 16,8% - 14 Minuten
9. Amazon 14,8% - 12 Minuten
10. Blue Mountain Arts 13,8% - 16 Minuten

 

Aktienkurse

Amazon $76,50 -3,1%
AOL $155,63 -2,8%
E-Bay! $141,13 -3,5%
Excite/AtHome $45,00 -0,4%
GO-Network/
Infoseek
$37,88 +8,6%
Lycos $56,00 -3,3%
Microsoft $85,00 -2,7%
Time Warner $67,50 -3,6%
Yahoo! $206,19 -3,0%

Der Webverkehr habe nach einem Rückgang im Sommer wieder zugenommen. Im Oktober seien 67,8 Millionen US-Haushalte online gegangen, nach 65 Millionen im September. Die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Anwender sei gegenüber September um 9,3 Prozent gestiegen, auf 8 Stunden 13 Minuten. Als Verbund ("Property") versteht Nielsen//Netratings einen Zusammenschluss mehrerer Domains und URLs, die das Eigentum einer Entität sind. 

Web traffic bounces back; AOL still on top (cnet)

TOP 10 WEB PROPERTIES FOR THE MONTH OF OCTOBER 1999 (Nielsen/Netratings)

Industrie uneinig über Folgen des WTO-Abkommens für Internet-Unternehmungen. Web-Manager sind sich nicht einig darüber, welche Folgen die Aufnahme Chinas in die Welthandelsorganisation (World Trade Organisation, WTO) für die Internet-Industrie haben wird. Das Abkommen zwischen den USA und China sieht unter anderem vor, ausländischen Unternehmen Investitionen in chinesischen Web-Startups zu ermöglichen. Allerdings sind Einzelheiten über mögliche Einschränkungen noch nicht klar. 

Manche sind positiv eingestellt: Charles Zhang, Gründer der chinesischen Suchmaschine Sohu.com,  rechnet damit, dass nun eine Flut von Riskokapital nach China fließen wird. Telekommunikationsriese AT&T erklärte, man könne es nicht erwarten, in Chinas Internet-Industrie zu investieren. Doch die meisten Firmen nehmen eine abwartende Haltung ein, so Cisco, Intel und Yahoo!. Experten warnten vor überzogenen Erwartungen: Dieser Vertrag werde sich nicht kurzfristig auswirken.

Trade Pact With China Carries Risks and Rewards (Boston Globe)

In US-China Ties, WTO Spells Relief (MSNBC)

China, U.S. Sign Trade Agreement (Reuters)

WTO Deal to Flood China With Internet Funds (Reuters)

In Historic Pact, U.S. Opens Way for China to Finally Join the WTO

China Trade Deal Leaves High-Tech Industry Happy but Cautious (San Jose Mercury News)

 

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