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Der San-Francisco-MorgenreportFür Freitag , den 19. November 1999 AOL gewinnt Schlacht im Instant-Messaging-Krieg gegen Microsoft. Microsofts neue Ausgabe 2.0 des MSN Instant Messengers bietet Nutzern nicht mehr die Möglichkeit, auch AOL-Nutzer zu erreichen. Eine AOL-Sprecherin begrüßte die Entscheidung des Software-Konzerns.
Microsoft begründete den Schritt offiziell mit einer Sicherheitslücke in AOLs Instant Messenger (AIM), die AOL geöffnet habe, als die Firma MSN-Nutzer von der Kommunikation mit AIM-Nutzern ausgesperrt hat. Diese Blöße könne auch MSN-Nutzern schaden, wenn sie den AIM-Dienst nutzen. Deshalb habe man das entsprechende Merkmal aus dem MSN Instant Messenger entfernt. Die AOL-Sprecherin dazu: "Ein künstlich produzierter Vorwurf von einem halbseidenen Microsoft-Berater." Yusuf Mehdi, Director of Marketing in Microsofts Internet-Abteilung, rief AOL erneut zu Gesprächen über einen industrieweiten Messaging-Standard auf, um Nutzern verschiedener Systeme zu ermöglichen, Nachrichten auszutauschen. AOL-Manager hatten erklärt, das Unternehmen werde sich gerne an Normierungsgesprächen beteiligen. The Internet Engineering Task Force (IETF), an der Microsoft beteiligt ist, hat eine Instant-Messaging-Norm für den Nachrichtenaustausch entworfen, die im Sommer kommenden Jahres eingeführt werden könnte. Microsoft hatte beim Start des MSN Messenger im Sommer erklärt, dass dessen Nutzer jederzeit auch Zugang zu den AIM-Anwendern haben würden. AOL erklärte dagegen, dass Microsoft sich damit ohne Erlaubnis in AOL-Server hacke. AOL und MSN hatten sich daraufhin einen über mehrere Runden gehenden Kampf geliefert, in dem AOL jeweils den Zugang zum AIM-System für Nutzer des MSN Instant Messenger sperrte und MSN-Entwickler jeweils einen Weg fanden, die Sperre auszuhebeln. Schließlich begrüßte AOL MSN-Nutzer mit einem Hinweis, dass sie unerwünscht seien. AOL hat einen gewaltigen Vorsprung im Instant-Messaging-Markt mit 80 Millionen Nutzern, vor Yahoo! und Microsoft mit jeweils 5 Millionen Nutzern (jeweils nach eigenen Angaben). Microsoft backs off messaging war with AOL (cnet) Microsoft Concedes to AOL in Messaging War (Internetnews) Microsoft Abandons Instant-Messaging Fight With AOL (Reuters) Microsoft gives up to AOL (Reuters) EMI will Singles zum Laden vom Web anbieten. Jay Samit, Senior Vice President von EMI, erklärte auf der Web-Musikmesse Webnoize in Los Angeles, das Unternehmen plane, Singles im digitalen Format zum Laden von Kiosken in Musikgeschäften anzubieten, so dass Verbraucher sie auf PCs abspielen könnten, auf tragbaren Musikspielern sowie später per Auto-Stereoanlagen. Dazu wolle EMI Technik nutzen, die der Firma durch Partnerschaften mit Liquid Audio und Microsoft zur Verfügung steht. Samit nannte keine Preise. Gerüchte auf der Messe sprachen von Preisen von 2 Dollar pro Lied sowie von 15 Dollar für Alben.
EMI wird damit der dritte der "großen fünf" Musikkonzerne sein, der kommerzielle Musikprodukte digital anbietet. Sony Music offeriert bereits Musik in digitalen Kiosken in Musikgeschäften in den USA an. Warner Music Group arbeitet mit RealNetworks zusammen, um Lieder auf der Trans-World-Entertainment-Website zu verkaufen - für einen Dollar pro Lied. Beobachter halten diese Schritte für Maßnahmen, um der Flut kostenloser Lieder im MP3-Format auf dem Web zu begegnen und die Zukunft der Konzerne zu sichern. (Siehe Eine Zukunft ohne RTL, ZDF und Sony Entertainment?, San Francisco Newsletter, Juli 1999.) Unabhängig von dieser Nachricht hat EMI vor einigen Tagen bekanntgegeben, dass das Unternehmen im kommenden Jahr 5000 Musikvideos im Microsoft-Windows-Media-Format anbieten wird. EMI ist der drittgrößte Musikkonzern der Welt, zu dessen Portfolio Labels wie Capitol, Virgin und Blue Note gehören sowie Künstler wie die Beasty Boys. EMI to offer singles for download (cnet) EMI to Deliver Extensive Music Video Library via Microsoft Windows Media (PR Newswire)
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