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Der San-Francisco-MorgenreportFür Samstag bis Montag , 20. - 21. November 1999 Microsoft-Prozess: Richter ernennt Schlichter. Der Richter im Microsoft-Verfahren, Thomas Penfield Jackson, hat einen renommierten Richter am 7. Circuit US-Berufungsgericht, Richard Posner, als Vermittler benannt. Er soll versuchen, eine außergerichtliche Einigung zwischen den Klägern und Microsoft herbeizuführen. Die Nachricht ließ Microsofts Aktienkurs im nachbörslichen Handel auf Island ECN von 86,00 Dollar auf 90,56 Dollar oder um 5,4% in die Höhe schnellen.
Die Bestellung Posners folgte einem Treffen Richter Jacksons mit den Vertretern der Klage und von Microsoft, in dem er den Fahrplan für die weitere Verhandlung festgelegt hat. Jackson stellte klar, dass die Benennung Posners den vorher bestimmten Zeitplan nicht verändern werde. Hier die Daten:
Der Richter hatte in einem sogenannten "fact finding", einer Tatsachenfeststellung, entschieden, dass Microsoft ein Monopol bei PC-Betriebssystemen habe, diese Machtposition wettbewerbswidrig ausgenutzt und so die Verbraucher geschädigt habe. Siehe Richter: Microsoft ist Monopolist, hat Verbraucher geschädigt, San Francisco Morgenreport, 8.11.99. Die Kläger -des US-Justizministeriums und 19 US-Bundesstaaten- wollen harte Maßnahmen gegen Microsoft fordern (siehe Microsoft-Prozess: Kläger wollen harsche Maßnahmen, San Francisco Morgenreport 11.11.99). E-Trade kauft E-Trade-Lizenznehmer für Frankreich, Italien, Benelux und Österreich. Damit hat der US-Online-Broker den nächsten Schritt zur Ausweitung seines Geschäfts in Europa unternommen. Die neuen E-Trade-Töchter sollen darüber hinaus weitere Knoten in einem globalen Aktienhandels-Netz werden, das Ende kommenden Jahres den Betrieb aufnehmen soll. Der Lizenznehmer für diese Länder, E*TRADE @ NetBourse S.A., hatte bisher nur in Lizenz von E-Trade operiert. Finanzielle Einzelheiten gab E-Trade nicht bekannt.
Schon Mitte Oktober hatte E-Trade die Eröffnung einer Tochtergesellschaft in Deutschland bekanntgegeben (siehe Online-Broker E-Trade kommt nach Deutschland, San Francisco Morgenreport, 19.10.99). Im vergangenen Monat hat E-Trade schon ihren Lizenznehmer in Skandinavien, E*TRADE Nordic AB, gekauft. Außerdem hat das Unternehmen kürzlich in die European Association of Securities Dealers Automated Quotation (EASDAQ) investiert, eine europäische Börse für Hightech-Aktien nach Vorbild der US-Börse Nasdaq. E*TRADE Takes Control of European Licensee (Internetnews) E*TRADE Accelerates Global Expansion Through Purchase of E*TRADE @ NetBourse S.A. (PR Newswire) Microsoft judge sets date for more oral arguments (cnet) US-Amazon stellt Verkauf von "Mein Kampf" nach Deutschland ein. Die vertriebene, englischsprachige Ausgabe war eines der populärsten Bücher, die Amazon aus den USA nach Deutschland verkaufte. Amazon nannte als Grund für die Maßnahme die deutsche Gesetzgebung, die den Vertrieb von faschistischer Literatur verbietet. Dass die deutschsprachige Ausgabe nicht verkauft werden dürfe, sei klar gewesen; für die englischsprachige Version sei das aber nicht so eindeutig, so ein Amazon-Sprecher. Das Simon Wiesenthal Zentrum in Los Angeles hatte eine juristische Beschwerde gegen Amazon beim Bundesjustizministerium eingelegt und sich auch direkt an Amazon gewandt.
Amazon wird Adolf Hitlers antisemitische Kampfschrift jedoch weiter in den USA und anderen Ländern verkaufen. Die Amazon-Wettbewerber Barnes & Noble und Borders werden das Buch ebenfalls weiter verkaufen, vorläufig auch nach Deutschland. Amazon.com Stops German Mein Kampf Sales (Reuters) Archiv: |
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