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Der San-Francisco-MorgenreportFür den 13. Oktober 1999 Gates: Microsoft will führende Rolle bei drahtlosem Internet. Microsoft will durch weitere Partnerschaften mit Telekom-Firmen die Nutzung neuer, drahtloser Zugänge zum Internet fördern. Dies geschehe mit dem Ziel, mehr Software zu verkaufen, so Unternehmenschef Bill Gates in einer Rede auf der Telecom 99-Messe in Genf. Das Zugangs-Geschäft selbst werde nie zu den Kerngeschäften Microsofts gehören. Er lobte die Entwicklung von Standards für die drahtlose Datenübertragung, vor allem Bluetooth, eine Technologie, mit der sich Internet-Appliances drahtlos mit dem Web verbinden lassen. Bill Usher, Microsofts Telecommunications Industry Marketing Manager, sagte in einer Rede auf der gleichen Messe, schon heute gehöre die Telekommunikations-Industrie zu den drei wichtigsten Märkten des Unternehmens. Microsoft werde auch weiterhin aggressiv in der Telekommunikations- und Fernsehkabelindustrie investieren, um neue Märkte für die Software und Dienstleistungen des Unternehmens zu erschliessen. Microsoft hat in diesen Branchen im vergangenen Jahr 7,9 Milliarden Dollar investiert, darunter 5 Milliarden für einen Anteil an AT&T und 600 Millionen Dollar für eine Beteiligung bei Nextel. Microsoft schloss bei 92,56 Dollar (-1,9%). Bill Gates Outlines Microsoft's Vision for Communications and Computing At Telecom 99 + Interactive 99 (Pressemitteilung in Business Wire @ Yahoo!) Microsoft seeks to lead wireless services growth (Reuters @ cnet) Microsoft sees more phone, cable deals (Reuters @ Yahoo!) Neue Sicherheitslücke in Microsoft Internet Explorer. Microsoft bestätigte, dass es eine Sicherheitslücke im Explorer gebe, den Website-Betreiber dazu nutzen könnten, Dateien auf den Rechnern von Besuchern der Site auszuspähen. Der Explorer erlaubt Scripts, die in Frames laufen, solche Daten zu lesen. Scripts sind kleine Programme, die Websites zum Beispiel einsetzen, um neue Fenster zu öffnen oder automatisch eine neue Seite zu laden. Microsoft kündigte ein Update an, welches das Problem beheben werde. Für den Übergang empfahl das Unternehmen, in den Sicherheits-Einstellungen innerhalb der Internet-Einstellungen Scripting in der sogenannten "Internet Zone" auszuschalten und die Nutzung von Scripts nur Websites zu erlauben, die zur sogenannten "Trusted Zone" gehören. Den Fehler hat der Bug-Jäger Georgi Guninski entdeckt; der Bulgare hatte schon elf Sicherheitslücken im Explorer aufgedeckt. Microsoft schloss bei 92,56 Dollar (-1,9%). Microsoft admits browser security hole (cnet) Workaround Available for 'IFRAME ExecCommand' Vulnerability (Microsoft) Bug Finder Exposes MS Again (Wired) Trusted Computing Alliance will Sicherheitsstandard für E-Commerce. Die neue Interessengruppe, zu der Compaq, Hewlett-Packard, IBM, Intel und Microsoft gehören, will einen universellen Sicherheitsstandard für PC-Hardware und -Software entwickeln, um den E-Commerce zu fördern. Einen ersten Entwurf will die Organisation Mitte kommenden Jahres vorstellen. Nutzer in den USA und in Europa haben in vielen Umfragen immer wieder erklärt, ihre Hauptsorge beim Online-Shopping sei die Datensicherheit. Compaq schloss bei 23,19 Dollar (+6,0%), Hewlett-Packard bei 83,94 Dollar (-4,8%), IBM bei 110,00 Dollar (-3,7%), Intel bei 76,69 (+0,3%), Microsoft bei 94,31 Dollar (-0,7%). Group Forms For PC Security Standard (Newsbytes @ CNNfn) E-commerce security standard in works (ZDNet) Erster Schritt zur Einführung von elektronischem Papier. Lucent Technologies und E Ink wollen gemeinsam biegsame Displayfolien entwickeln, welche die Einführung von elektronischen Zeitungen und Zeitschriften ermöglichen würde. Das "elektronische Papier" besteht ähnlich einem Laptop-Display aus Transistoren, welche die Darstellung der Schrift steuern, ist aber flexibel und transportabel. Die Transistoren werden in einem dem Papierdruck ähnlichen Verfahren auf eine hauchdünne Folie gedruckt. Die Unternehmen erklärten, dies habe den Vorteil, dass das E-Papier billiger herzustellen sei als herkömmliche Computerdisplays. Das E-Papier kann blitzschnell neue Daten von einem Rechner laden und darstellen. E-Papier würde damit die Vorteile von Papier und Computern in sich vereinen. Mit dem E-Papier wären Computer-Displays im Vergleich zu Papier nicht mehr im Nachteil, wenn es um Einsatzzwecke, Einsatzorte, ihren Preis sowie die Bequemlichkeit geht. Auch würden ästhetische Nutzerbedenken ausgeräumt ("Ich würde niemals einen Roman auf einem Computerbildschirm lesen!"). E Ink hat erste Prototypen früher im Jahr vorgestellt. Lucent schloss bei 63,56 Dollar (-3,3%). Lucent Technologies and E Ink to Develop First All-Printed "Electronic Lucent, E Ink to develop electronic paper (Reuters @ Yahoo!) Java-Gerichtsverfahren zwischen Sun und Microsoft geht weiter. Die beiden Unternehmen treffen in dieser Woche wieder vor Gericht in San Jose, Kalifornien, zusammen. Diesmal geht es darum, ob Microsoft unter dem Lizenzierungsabkommen mit Sun Technologien entwickeln darf, die zwar wie Suns Java funktionieren, aber kein intellektuelles Eigentum von Sun nutzen. Microsoft hat die Java-Programmiersprache von Sun lizenziert. Der neue Streitpunkt ist nur ein Teil eines langen Gerichtsverfahrens, in dem Sun Microsoft beschuldigt, das Lizenzabkommen verletzt zu haben. Microsoft habe entgegen des Abkommens Suns Java-Programmcode verändert, bevor das Bill-Gates-Unternehmen Java in seinen Produkten eingesetzt hat. Ronald Whyte, der Richter in dem Verfahren, hatte im November letzten Jahres Microsoft angewiesen, ihre Produkte so zu ändern, dass sie nur Sun-Code nutzen. Microsoft hatte sich zwar gefügt, eine höhere Instanz hatte diesen Bescheid jedoch im August aufgehoben, weil Richter Whyte nicht gezeigt habe, dass Microsoft Suns Urheberrecht verletzt habe. Whyte muss nun erneut über diesen Punkt entscheiden. Microsoft schloss bei 92,56 Dollar (-1,9%), Sun Microsystems bei 90,44 Dollar (-4,2%). Sun-MS showdown hits center court (ZDNet) Archiv: 5.
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