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Der San-Francisco-MorgenreportFür Dienstag, den 19. Oktober 1999 Online-Broker E-Trade kommt nach Deutschland. E-Trade hat am Montag das Joint-Venture E-Trade Germany AG gegründet. Partner sind die Berliner Effektenbank und die New York Broker Germany AG. E-Trade zielt darauf, auch in Deutschland Finanzdienstleistungen anzubieten. E-Trade hält 60% am neuen Unternehmen, die Berliner Effektenbank 35%.
Das Gemeinschaftsunternehmen bereitet sich darauf vor, eine Vollbanklizenz zu beantragen, die Voraussetzung für ein Aktienbroker-Unternehmen. Berliner Effekten gründet E*Trade Germany AG (vwd @ Yahoo! Deutschland) E*TRADE Forms Joint Venture in Germany (Internetnews) E*Trade sets high-speed Web access, German venture (Reuters @ Yahoo!) Cisco und IBM wollen gemeinsam Software-Server- Technologien entwickeln. Die beiden Unternehmen gaben am Montag bekannt, dass sie gemeinsam Technologien entwickeln wollen, mit denen sich Software-Anwendungen über das Web abrufen lassen. Die neuen Produkte sollen sogenannten Application Server Providers (ASPs) helfen, Firmen, die web-basierte Anwendungen entwickeln und anbieten.
Ein Beispiel einer solchen Anwendung könnte eine Textverarbeitung sein, die nicht mehr auf dem Rechner des Anwenders läuft, sondern auf dem Server des entsprechenden Anbieters. Der Nutzer bezahlt nicht mehr einen einmaligen Kaufpreis, sondern eine kleine Gebühr pro Nutzung. Vor kurzem hatte Sun Microsystems eine web-basiertes, kostenloses Office-Paket angekündigt und damit einen neuen Trend gesetzt. Beobachter sehen dies als mittel- bis langfristige Bedrohung von Microsofts Vormachtstellung bei normal-installierter Anwendungssoftware. Microsoft hatte angekündigt, dass man auch solche Softwarepakete auf dem Web anbieten wolle, aber noch keine Entscheidung über den Preis gefällt habe. (Siehe auch: Office-Anwendungen vom Web: leicht zu steuern, immer aktuell, kostenlos? San Francisco Newsletter, Ausgabe September 1999). Cisco, IBM Team-Up To Develop 'Net Services (Reuters @ Yahoo!) Nächste Java-Ausgabe läuft 40% schneller, erscheint im Januar. Suns Entwickler haben sich damit des Hauptmangels von Java angenommen: Die Software lädt langsam und läuft langsam, was ihre Einsatzmöglichkeiten bisher einschränkt.
Außerdem werde die neue Version mit 5 Megabyte kleiner sein als bisher (9,3 Megabyte), so Sun. Dies erreichten die Entwickler, indem sie selten genutze Schriften aus Java entfernten und bessere Kompressionsverfahren einsetzten. Beide Verbesserungen werden die Verbreitung von Java sowohl auf Tischrechnern als auch in zukünftigen Internet-Appliances fördern. (Siehe auch: Drahtloses Internet und der Tod des PC, San Francisco Newsletter, Ausgabe August 1999). Sowohl der neue Netscape Navigator, Ausgabe 5, der im kommenden Jahr erscheinen soll, als auch AOLs Software-CDs werden mit dem neuen Java ausgeliefert. In beiden Fällen ist jedoch ein extra Schritt erforderlich, um das neue Java einzurichten. Sun attempts to bring Java back to its roots (cnet)
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