|
|
|
Der San-Francisco-MorgenreportFür Samstag bis Montag, 23 - 25. Oktober 1999 Microsoft schließt Java-Sicherheitslücke in Explorer. Der Softwarefehler erlaubte es böswilligen Hackern, ein Sabotage-Java-Applet an den Rechner eines anderen Nutzers zu senden. Ein solches Miniprogramm, erklärte Microsoft, konnte dann Dateien auf der Festplatte dieses Rechner anlegen, ändern, löschen oder gar die Platte selbst formatieren (komplett löschen). Nutzer müssen die neueste Ausgabe von Microsofts Version der sogenannten Java Virtual Machine laden und auf Ihrem Rechner einrichten, um möglichem Missbrauch vorzubeugen.
Die Schwäche des Explorers bestand darin, dass ein Java-Applet sich als aus vertrauenswürdiger Quelle stammend ausgeben konnte, das aber tatsächlich eine unbekannte, also vertrauensunwürdige Herkunft hat. So erlaubte der Explorer dem Applet, Handlungen durchzuführen, die zu den genannten Problemen führen konnten. Das Problem trat nur mit Microsofts Ausgabe der Java Virtual Machine auf. Ein Student der Universität Marburg, Karsten Sohr, hatte die Achillessehne im Explorer entdeckt. Nach Angaben von Microsoft war der Schwachpunkt nur schwer auszunutzen. Man habe noch von keinem Nutzer gehört, der ihr zum Opfer gefallen ist. Microsoft patches Java bug (News.com @ cnet) (News.com @ cnet) Microsoft Security Bulletin (MS99-045) Neues Visum könnte Ausländern Annahme von US-Internet-Jobs erleichtern. Der demokratische Senator Charles Robb aus dem US-Bundesstaat Virginia hat den Gesetzentwurf eingebracht. Um das neue Visum zu erhalten, müsste ein Job-Interessent aus dem Ausland folgende Bedingungen erfüllen: Er müßte einen höheren Universitätsabschluss in einem Highttech-Studiengang an einer US-Hochschule haben sowie ein Jobangebot mit einem Jahresgehalt von mindestens 60.000 US-Dollar (rund 110.000 Mark) vorweisen können. Qualifiziert wären Interessenten mit Abschluss als Master of Arts (MA) oder Doktor in Mathematik, in Ingenieurs- oder Naturwissenschaften und in Informatik (Computer Science). Der entsprechende Arbeitgeber müßte für das Visum einmalig 1000 Dollar (1800 Mark) bezahlen. Das Visum wäre fünf Jahre lang gültig. Verlängerungen würden jeweils 500 Dollar (900 Mark) kosten. Die Gebühren sollen die öffentliche Ausbildung in den USA fördern. Die Vorlage zielt darauf, den Mangel an qualifizierten Hightech-Angestellten zu lindern, vor allem in der Internet-Industrie. Die Voraussetzungen, die Interessenten erfüllen müssten, sollen bewirken, dass Arbeitgeber nur für solche Stellen Ausländer einsetzen, bei denen ein Mangel an geeigneten US-Bürgern besteht. Bisher müssen Ausländer für Higtech-Stellen ein sogenanntes H-1B-Visum haben, von dem aber die US-Einwanderungsbehörde Immigration and Naturalization Service (INS) pro Geschäftsjahr nur 115.000 vergeben darf. Hightech-Firmen, besonders Internet-Unternehmen, klagen schon seit langem über einen Mangel an qualifizierten Kandidaten für offene Positionen. Sie fordern, die Zuteilung auf 200.000 pro Jahr anzuheben. Kritiker dieser Vorstöße beanstanden, dass dadurch Ausländer H-1B-Visas auch in Branchen bekommen würden, in denen kein Mangel an US-Kandidaten herrscht. Visa bill would ease tech worker crunch (AP @ USA Today) Visa-Mangel: Mehr Probleme für Web-Experten, US-Jobs zu bekommen (San Francisco Morgenreport, 20.10.99)
Vorangehende Ausgaben |
Copyright © 1999 - 2000 Karsten Weide. Alle
Rechte vorbehalten. |