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Der San-Francisco-Morgenreport

Für Dienstag, den 1. Februar 2000

US-Senatoren wollen Zuteilung für H-1B-Hightech-Visa erhöhen. Die US Senatoren Orin Hatch, Spencer Abraham und Phil Gramm wollen möglicherweise bereits in der kommenden Woche Gesetzentwürfe in den Senat einbringen, welche die jährliche Zuteilung von H-1B-Visas erhöhen würde.

Die Vorlagen würden die gegenwärtige Zuteilung von 150.000 Visas im Jahr um eine Zahl erhöhen, die zwischen Gramms ursprünglichem Vorschlag von 85.000 Visas liegt und Hatch und Abrahams niedrigerem Ansatz von 40.000 - 50.000 Visas liegt. Arbeitskräfte, die über eine bestimmte Mindestausbildung und ein bestimmtes Mindestjahreseinkommen verfügen, würden nach diesen Entwürfen Visas erhalten, die nicht auf die Zuteilung angerechnet werden würden.

Gleichzeitig hat der einflussreiche Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Alan Greenspan, vorgeschlagen, die Einwanderungsgesetze zu lockern, um die Knappheit an Hightech-Arbeitskräften in den Vereinigten Staaten zu lindern.

Die H-1B-Visas sind jene Aufenthaltserlaubnisse, welche US-Firmen einsetzen, um ausländische Hightech- und Internet-Spezialisten in den USA einstellen zu können. Der US-Senat hat die Zahl der Visa, welche die US-Einwanderungsbehörde Immigration and Naturalization Service (INS) vergibt, auf eine Zuteilung von 150.000 Visa pro Geschäftsjahr des INS begrenzt. Das Geschäftsjahr des INS beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September. Interessenverbände der US-Wirtschaft drängen seit langem darauf, die Zuteilung zu erhöhen. Sie wollen damit das außerordentlich knappe Angebot an Hightech-Arbeitskräften in den USA aufstocken.  

Amazon kauft 5% von Audible. Das Online-Kaufhaus Amazon.com hat 5% von Audible, eines Unternehmens, dass gesprochene Texte (etwa vorgelesene Bücher) herstellt und auf dem Web vertreibt. Der Erwerb hat einen Wert von rund 18 Millionen US-Dollar. Die Firmen wollen ihn in diesem Quartal abschließen

Schlusskurse

Amazon $64,56 +4,7%
Audible $15,50 +6,9%

Unter dem Abkommen wird Amazon außerdem Audible-Produkte auf Amazon.com vertreiben. Amazon-Kunden haben dann die Möglichkeit Sprachdateien zu kaufen, die vorgelesene Zeitungs- und Zeitschriftenartikel und Bücher enthalten sowie Reden und Rundfunkbeiträge. Audible wird Amazon dafür 30 Millionen Dollar über drei Jahre zahlen.

Anfang des Monats hatte bereits Microsoft -ebenfalls eine Anlegerin in Audible- bekanntgegeben, dass die neue Microsoft Reader Software die Audible-Technologie für Sprachdateien unterstützen werde.

Ziff-Davis will ZDNet als selbständige Firma abspalten. Der ehemalige Special-Interest-Verlag Ziff-Davis hat bekanntgegeben, dass er seine Tochtergesellschaft ZDNet als unabhängige Firma aus dem Unternehmen herauslösen will und als eigenständige Aktie an die Börse bringen will. Im 2. Quartal will dann die Muttergesellschaft mit der Tochter verschmelzen und unter dem ZDNet-Tickersymbol ZDZ an der New York Stock Exchange (MYSE) gehandelt werden. Größter Aktionär des neuen vereinten Unternehmens wäre Softbank mit einem Anteil von 45%.

Schlusskurse

ZDNet $27,81 -0,2%
Ziff-Davis $17,38 -2,8%

Anleger würden für jede Ziff-Davis-Aktie 0,5 - 0,6 Aktien der neuen  Gesellschaft erhalten, jeder Anteil ZDNet-Tracking- Stocks würde in 1,7 - 1,9 Anteile der neuen Firma umgewandelt.

ZDNets Aktien werden bislang lediglich als sogenannter "Tracking Stock" gehandelt. Ziff-Davis hatte im vergangenen Jahr fast alle Unternehmensteile außer ZDNet verkauft. Unter dem Abkommen wird Amazon außerdem Audible-Produkte auf Amazon.com vertreiben. Amazon-Kunden haben dann die Möglichkeit Sprachdateien zu kaufen, die vorgelesene Zeitungs- und Zeitschriftenartikel und Bücher enthalten sowie Reden und Rundfunkbeiträge. Audible wird Amazon dafür 30 Millionen Dollar über drei Jahre zahlen.

Mit dem Konzernumbau geht Ziff-Davis'  von einem Verlags- zu einem Online-Unternehmen über.


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