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Der San-Francisco-MorgenreportFür Samstag - Montag, den 12. - 13. Februar 2000 Hacker-Schaden $1,2 Milliarden, Spur führt zu Unis, deutsche Nachahmer? Mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar könnte der Schaden betragen, den die Hacker Anfang dieser Woche mit ihren Angriffen auf große US-Websites verursacht haben. Zu diesem Schluss kommt eine Schätzung des Marktforschungsunternehmens The Yankee Group. Die Firma bezog darin ein Umsatzeinbußen, Verluste im Marktwert der betroffenen Sites sowie deren Ausgaben, um ihre Systeme besser zu schützen. Das US-Bundeskriminalamt Federal Bureau of Investigation (FBI) verfolgt inzwischen erste Spuren. Sie führen zu Universitäten in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Oregon. Laut CNN habe ein Systemverwalter an der University of Santa Barbara dem FBI mitgeteilt, dass jemand in einen der Rechner dort eingedrungen sei. Er habe eines der Programme eingerichtet, das später die CNN-Website angegriffen habe. Der Hacker sei aber schlampig gewesen und habe nicht alle Spuren seines Eindringens verwischt. Dies könnte ein erster Schritt auf dem Weg sein, die Verantwortlichen aufzuspüren. US-Präsident Clinton hat Vertreter von 20 führenden Websites für den kommenden Dienstag zu einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates (National Security Council) in die US-Bundeshauptstadt Washington, D. C., eingeladen, um über weitere Schritte zu beraten. Für die Regierung werden Clinton, Justizministerin Janet Reno und das Handelsministerium anwesend sein. Zwei der vertreten Internetfirmen sollen Yahoo! und E-Bay sein. Der Internetzugangs-Vermittler NetCologne gab bekannt, ein Hacker habe seine Site angegriffen und am Donnerstag und Freitag zeitweise für Nutzer unzugünglich gemacht. Man habe die Spur des Angriffs an eine deutsche Universität zurückverfolgt und Anzeige erstattet. Hacker hatten an drei Tagen in Folge große US-Websites angegriffen und sie dadurch für Nutzer unzugänglich gemacht. Die Opfer waren am vergangenen Mittwoch die Online-Broker E-Trade und Datek Online, sowie die PC-Site ZDNet. Am Dienstag davor waren die Online-Kaufhäuser Amazon.com und Buy.com, Auktionshaus E-Bay sowie die Nachrichten-Site CNN betroffen gewesen. Die Welle der Angriffe hatte am Montag mit Yahoo! als Ziel begonnen. Die Ursache der Angriffe sind Hacker. Sie verbreiten über das Internet besondere Programme auf Rechner harmloser Nutzer, die dann so lange massenhaft Daten von den betroffenen Sites abrufen, bis der Zugang zu ihnen verstopft ist. Die Ingenieure der Sites hatten jeweils in wenigen Stunden den Zugang wieder hergestellt, indem sie den angreifenden Rechnern den Zugriff verweigerten. Über die Motive der Angreifer ist bislang nichts bekannt.
Noch H-1B-Visa erhältlich. Die Standesorganisation der US-Einwanderungsanwälte (American Immigration Lawyers Association (AILA)) hat erklärt, die jährliche Zuteilung von H-1B-Visas sei noch nicht ausgeschöpft worden. Vor wie nach gibt es keine offizielle Auskunft der US-Einwanderungsbehörde Immigration and Naturalization Service (INS) über die Zahl der H-1B-Visas, die noch erhältlich sind. Die H-1B-Visas sind jene Aufenthaltserlaubnisse, welche US-Firmen einsetzen, um ausländische Hightech- und Internet-Spezialisten in den USA einstellen zu können. Der US-Senat hat die Zahl der Visa, welche die US-Einwanderungsbehörde Immigration and Naturalization Service (INS) vergibt, auf eine Zuteilung von 150.000 Visa pro Geschäftsjahr des INS begrenzt. Das Geschäftsjahr des INS beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September. Interessenverbände der US-Wirtschaft drängen seit langem darauf, die Zuteilung zu erhöhen. Sie wollen damit das außerordentlich knappe Angebot an Hightech-Arbeitskräften in den USA aufstocken.
AOL stellt Vorversion von AOL-TV vor. Online-Dienst und Web-Portal AOL hat Investment-Bankern in New York eine Vorversion von AOL-TV vorgestellt, das in diesem Sommer auf den Markt kommen soll. Es ist ein Gerät, mit dem Nutzer mit ihrem Fernseher auf dem Web surfen können. Das Produkt wird der erste Wettbewerber für Microsofts Web-TV sein.
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