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Der San-Francisco-MorgenreportFür Samstag - Montag, 29. - 31. Januar 2000 Steigt Mannesmann statt Bertelsmann bei AOL Europe ein? Die Financial Times berichtet, dass AOL Europe mit Mannesmann über eine Minderheitsbeteiligung des Unternehmens an der europäischen AOL-Tochter spricht. Die Gespräche hätten allerdings gerade erst begonnen. Die Süddeutsche Zeitung berichtete, die beiden Seiten seien sich einig; nun sei nur noch das Ja des Mannesmann-Chefs Klaus Esser erforderlich.
Der Schritt könnte Teil der Abwehrschlacht Mannesmanns gegen den Übernahmeversuch durch den britischen Mobiltelefonkonzern Vodafone sein. Mannesmann könnte eine Beteiligung anstreben, um Anlegern zu beweisen, dass das Unternehmen auch alleine eine Schlüsselrolle in Europa spielen könne, ohne dass Vodafone es übernimmt. AOL Europe gehört zur Hälfte AOL und zur Hälfte Bertelsmann. Die Diskussionen seien schwierig, weil es unklar sei, ob AOL oder Bertelsmann oder beide ihren Anteil für Mannesmanns Einstieg verringern würden, so die Financial Times. Einige Beobachter nehmen an, dass Bertelsmann ihre Beteiligung ganz aufgeben könnte. Als Grund nannten sie, dass sich AOL mit Time-Warner zusammenschließe, einem Wettbewerber von Bertelsmann. Sowohl Mannesmann als auch AOL Europe lehnten es ab, etwas zu dem Bericht zu sagen. Bertelsmann bestätigte, mit Mannesmann zu sprechen, nicht jedoch, dass es um die Beteiligung Mannesmanns an AOL Europe geht.
Garage.com hat Europa-Büro eröffnet. Die Risikokapital-Gesellschaft Garage.com hat wie zuvor angekündigt am Freitag ihre erste Europa-Niederlassung in London eröffnen. Vor kurzem hatte das Unternehmen bereits eine Tochtergesellschaft in Japan eröffnet. Garage.com ermöglicht es Anlegern, bereits mit einem Betrag von 50.000 Dollar, Mitglied dem Risikokapital-Fonds beizutreten und öffnet so Hightech-Startup-Investments auch für Nicht-Banken. (Siehe Risikokapitalist werden, ohne reich zu sein?, San Francisco Newsletter, September 1999.)
Amazon kündigt 2% der Angestellten. Das Online-Kaufhaus Amazon.com hat 150 Angestellten oder 2% seiner 7500 Mitarbeiter entlassen. Die Kündigungen betreffen in der Hauptsache Stellen im Hauptquartier des Unternehmens in Seattle im US-Bundesstaat Washington. Alle Abteilungen sind davon betroffen.
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