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Der San-Francisco-MorgenreportFür Dienstag, den 14. März 2000
Lycos Europe geht am 22. März an die Börse. Das Portal Lycos wird am 22. März an den Frankfurter neuen Markt gehen, gab das Gemeinschaftsunternehmen des Medienkonzerns Bertelsmann und Lycos bekannt. Das Unternehmen will 13,9 Prozent seiner Aktien zu einem Preis zwischen 19 und 24 Euro verkaufen. Das würde dem Unternehmen einen Wert von zwischen 9 und 11 Milliarden Mark (4,5 - 5,5 Milliarden Euro) geben. Zum Vergleich: Das wäre etwa ein Zehntel des Wertes von Yahoo!. Lycos Europe würde mit dem Börsengang zwischen 600 und 700 Millionen Euro (1,2 - 1,4 Milliarden Mark) Kapital aufnehmen. Der Chef von Lycos Europe, Christoph Mohn erklärte es als Ziel, Yahoos Führungsposition auf dem Web in Europa zu übernehmen. Ferner erklärte die Firma, sie wolle ihren Internetzugangs-Dienst Comundo bis Ende Juni auf Großbritannien, Frankreich und die Niederlande ausweiten. Andere Länder Europas sollen folgen. Comundo hat rund 500.000 Kunden in Deutschland.
Web-Industrie vor neuer Zusammenschluss-Welle? Mehrere führende Web-Unternehmen haben ihre Fühler ausgestreckt, um sich mit Partner zusammenzuschließen oder sich von ihnen kaufen zu lassen, die ihre Schwächen ausgleichen könnten. Zu den Unternehmen gehören nach einem Bericht des Industry Standard Portal und Online-Dienst America Online (AOL), die Aktienmakler E-Trade und Charles Schwab sowie die Persönliche-Finanzen-Site Intuit.
Yahoo! bringt Web-Finanz-TV heraus. Das Portal Yahoo! hat in den Vereinigten Staaten FinanceVision herausgebracht, ein Finanzfernsehprogramm fürs Web. Die Versuchsausgabe nutzt den Microsoft Internet Explorer, um Videos, Audio-Stücke, personalisierte Aktienkurse sowie Web-Browsing anzubieten. Der Dienst ist anzeigenfinanziert und kostenlos für die Nutzer. Teile des Inhalts will Yahoo! selbst herstellen, möglicherweise eine Abkehr vom bisherigen Verfahren, Inhalte von Partnern zu erwerben und lediglich zu vertreiben. Der neue Dienst ist in die Kritik geraten, weil er sich lediglich mit dem Explorer nutzen lässt, nicht aber mit dem Netscape Navigator. Warum Web-Aktien tun, was sie tun. Zwei Wissenschaftler sind getrennt voneinander zum gleichen Ergebnis gekommen: Die Aktienkurse von Webfirmen entstehen nicht vorwiegend durch die Gier und die Irrationalität der Anleger, sondern werden durch einen oder mehrere rationale Faktoren beeinflusst:
Einer der beiden Forscher, John Hand, fand darüber hinaus heraus,
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