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Der San-Francisco-Morgenreport

Für Donnerstag, den 16. März 2000

Microsoft lizenziert Musikformat an RealNetworks. Software-Konzern Microsoft hat sein Windows-Media-Format zum Spielen von Liedern auf dem Web kostenlos an RealNetworks lizenziert, den führenden Hersteller von Software zum Vertrieb von Musik auf dem Internet. 

Schlusskurse

Microsoft $124,50 -5,9%
RealNetworks 633,75p +9,5%

Zukünftig werden RealNetworks' Musikspieler RealPlayer und RealJukebox auch Lieder abspielen können, die in Microsofts Format vorliegen. RealNetworks hat allerdings lediglich jenen Teil des Formats lizenziert, der es erlaubt, vollständig auf den Rechner des Nutzers geladene Stücke zu spielen, nicht jedoch den Teil für fließende Medien (streaming media). Darunter versteht man jene Technologie, die es ermöglicht, mit dem Spielen von Klängen oder Videos zu beginnen, während der Rechner den Rest im Hintergrund nachlädt. Der RealPlayer unterstützt bisher acht Formate, darunter das verbreitetste Format MP3, das RealNetwork-eigene Format G3, und das Liquid-Audio-Format.

Beide Firmen sind Wettbewerber um die Vorherrschaft auf dem Markt des Musikvertriebs auf dem Web, und beide feiern das Abkommen als Sieg über den anderen. RealNetworks gewinnt durch den Vertrag, indem ihr Spieler für noch mehr Nutzer nützlich ist als bisher. Microsoft gewinnt, indem sie ihrem Format eine größere Verbreitung sichert.

Microsoft lizenzierte ihr Format auch an Yahoo!, Sonic Foundry, AOL Winamp and Lycos Sonique. 

Microsofts Windows-Media-Format schützt Lieder im Gegensatz zu anderen Dateiformaten vor unbefugtem Kopieren. Das Schwarzkopieren von Musikstücken, ohne dafür zu bezahlen, ist die Hauptsorge von Künstlern und Musikkonzernen, beim Wechsel von der CD zum Web als Hauptvertriebsmedium für Musik. Microsoft behauptet auch, die Musikqualität von Windows Media sei besser als bei Formaten von Wettbewerbern.

Schlusskurse

E-Bay $57,75 -10,2%
Yahoo! $57,75 -10,2%

E-Bay, Yahoo!: Gespräche über Fusion, Zusammenarbeit gescheitert? Gespräche über eine Zusammenarbeit oder eine Verschmelzung des Portals Yahoo! mit dem Auktionshaus E-Bay sind anscheinend gescheitert. Sowohl die Information über die Verhandlungen an sich als auch jene über ihren Abbruch haben lediglich Gerüchtstatus. Beide Firmen nahmen zu diesen Meldungen keine Stellung.

Der Grund für das Scheitern der Diskussionen scheint der hohe Preis von E-Bay zu sein (30 Milliarden Dollar; mit einem Aufschlag müsste Yahoo! die Hälfte ihres Marktwertes, der bei 90 Milliarden liegt, an E-Bay zahlen). Yahoo! hat zwar ein eigenes Auktionshaus, doch ist E-Bay zusammen mit Amazons Auktionen der Marktführer.   

Schlusskurs

E-Bay $124,50 -5,9%

E-Bay: Auktionshaus für Kleinunternehmen. Das Auktionshaus E-Bay gab bekannt, es habe ein neues Unternehmenshandelsprodukt namens Business Exchange für Kleinbetriebe herausgebracht. Eine entsprechende Auktions-Site hat das Unternehmen seit dem vergangenen Herbst in Deutschland getestet.


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