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Der San-Francisco-Morgenreport

Für Freitag, den 24. März 2000

Microsoft-Prozess: Außergerichtliche Verhandlung nähert sich Ende. Die außergerichtliche Verhandung im Microsoft-Antimonopol-Verfahren ist in ihre kritische Phase eingetreten. Eine Einigung am kommenden Freitag ist ebenso möglich -was ein Ende des Prozesses bedeutete- wie ein Abbruch der Gespräche ohne Ergebnis und eine Rückkehr in den Gerichtssaal. 

Schlusskurs

Microsoft $36,00 -0,7%

Das Wall Street Journal und die Washington Post berichteten, eine außergerichtliche Einigung würde Microsofts Geschäftsgebahren zwar streng maßregeln, die Firma aber nicht teilen. Kommt es zu keiner Einigung, würde der Richter in dem Verfahren voraussichtlich finden, dass Microsoft das Gesetz verletzt hat. In einem abschließenden Schritt würde er über die Strafe für den Software-Konzern entscheiden. 

Einer der Staatsanwälte für das US-Justizministerium erklärte unterdessen, Microsoft habe sich in ernster Form wettbewerbswidrig verhalten und müsste entsprechend bestraft werden.

In dem Prozess dreht es sich um eine Monopolstellung von Microsoft bei PC-Betriebssystemen, ob Microsoft diese Stellung ungesetzlich genutzt hat, um auch in anderen Branchen eine Monopolstellung zu erreichen -etwa bei Web-Browsern-, und ob das Unternehmen dadurch Verbraucher und Wettbewerber geschädigt hat. Der Richter hatte nach Abschluss des ersten Abschnitts des Verfahrens befunden, dass Microsoft tatsächlich ein Monopol bei PC-Betriebssystemen hat. 

Microsoft bringt 3. Ausgabe des Windows-Handrechners heraus. Der Software-Konzern Microsoft wird am 19. April die dritte Version des "PocketPC" Handrechners herausbringen. Es ist ein Handrechner, der unter dem abgespeckten Windows-CE- Betriebssystem läuft. Er soll als Produktmuster für Hardware-Partner wie Hewlett-Packard, Compaq und Casio dienen. Seine Vorläufer waren auf wenig Kundeninteresse gestoßen, im Gegensatz zum Konkurrenzprodukt Palm. Microsoft hat nun die Bedienung vereinfacht, den Leistungsumfang ausgeweitet und die Hardware verbessert. 

Gleichzeitig stellte Bill Gates auf einer Messe den Prototypen eines drahtlosen Handrechners namens MiPad vor, der aber nicht in Kürze auf den Markt kommen wird. 


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